Der Summit war außerordentlich gut besucht. Es kamen u. a. Anwender, interessierte Unternehmen, aber auch Vertreter aus Politik und öffentlichen Einrichtungen. Der Sovereign Cloud Stack (SCS) trifft den Nerv der Zeit. Die offene, föderierbare und modulare Cloud- und Container-Plattform basiert auf Open-Source-Software und garantiert für Cloudnutzer, dass die strengen Standards der DSGVO eingehalten werden. Die unabhängig und dezentral geführte Plattform stellt Zusammenarbeit vor Wettbewerb und ist ein entscheidender Garant für digitale Souveränität durch Interoperabilität, Transparenz und Unabhängigkeit von Drittanbietern.
Als Teil der deutschen Verwaltungs-Cloud-Strategie und als operative Basis für das Gaia-X-Projekt zielt die SCS-Initiative darauf ab, Transparenz, Nachhaltigkeit und Föderalismus durch Standardisierung und Zertifizierbarkeit zu fördern.Die Plattform unterstützt interoperable Clouds und setzt auf Energieeffizienz, was sie zu einer nachhaltigen Lösung für Cloud-Betreiber und Cloud-Nutzer macht. ScaleUp ist der SCS Community beigetreten und wird das Projekt auch nach dem Ende der Förderung im September 2024 unterstützen.
Höhepunkte des Summits
ScaleUp bot zahlreiche Vorträge und Demonstrationen seiner Open Cloud. Die neue Berliner Open-Cloud-Umgebung kombiniert das Beste aus beiden Open-Source-Welten, wird zu 100% auf energieeffizienter Open-Compute-Hardware implementiert und ermöglicht Unternehmen die Nutzung hochverfügbarer und klimafreundlicher Cloud-Dienste. Sie ist nach dem SCS-Standard konzipiert und wird eine SCS-Zertifizierung noch in diesem Sommer erhalten. Damit steht die Open Cloud der Innovationskraft von Hyperscalern in nichts nach und bietet gleichzeitig die Flexibilität, Unabhängigkeit und Transparenz, die Open-Source-Projekte ermöglichen.
Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Präsentation von PlusServer, die ihre barrierefreie, Open-Source-basierte KI-Lösung plusKI vorstellten, die im Sommer 2024 live gehen soll. plusKI zeigt, dass sich auch komplexe und hochinnovative Open-Source-Technologien auf Basis des SCS-Stacks umsetzen lassen.
Zusammenarbeit und Standardisierung
Ein zentrales Thema des Summits war die Bedeutung der digitalen Unabhängigkeit in zunehmend polarisierten Gesellschaften. Ein weiterer Punkt war die Standardisierung und Zertifizierbarkeit im Cloud-Bereich. Bislang variiert das Container-Management von Cloud-Anbieter zu Cloud-Anbieter, was den Wechsel oder die Kombination mit anderen Anbietern deutlich erschwert. Dies führt zu Lock-in-Effekten bei den etablierten Cloud-Anbietern. Die Etablierung einheitlicher Standards ermöglicht Interoperabilität, gibt Anwendern und Kunden Orientierung und setzt verlässliche Regeln und Mindestanforderungen im schnellen technologischen Wandel. Sie sind entscheidend für eine freie und wertebasierte digitale Zukunft, denn sie helfen, Komplexität zu beherrschen und Missbrauch zu verhindern.
Die Zukunft des SCS-Projekts
Auf dem Summit waren alle sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es mit dem SCS-Projekt weitergeht. Denn im September 2024 wird die Förderung des BMWK auslaufen. Kurt Garloff und Felix Kronlage-Dama
Fazit
Der SCS/OSB Alliance Summit 2024 war eine spannende Veranstaltung, die gezeigt hat, wie Open-Source-Technologien und kollaborative Ansätze die Zukunft der Cloud-Computing-Landschaft gestalten. Durch die Förderung von Standardisierung, Transparenz und Nachhaltigkeit schafft SCS eine zukunftsorientierte Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre digitale Souveränität zurückzugewinnen und innovative Lösungen zu entwickeln. Die Vernetzung mit Gleichgesinnten und der Austausch von Wissen und Best Practices stellt für uns als Cloud-Betreiber und damit auch für unsere Kunden einen echten Mehrwert dar und wir freuen uns, die SCS Community weiterhin zu unterstützen.